Das Wiedenbrücker Schule-Museum ist um eine bedeutende Statue reicher – die Gipsfigur von Wenzel Anton Fürst von Kaunitz, dem wichtigsten Berater von Kaiserin Maria Theresia, ist vom Rathaus ins Museum umgezogen. Caspar Ritter von Zumbusch, der die Figur gestaltet hat, hatte persönliche Beziehungen nach Wiedenbrück.

Von Zumbuschs Mutter lebte im Alter bei einer Tante in Wiedenbrück. Darüber hinaus war er mit dem Maler Franz Georg Goldkuhle befreundet. Als Professor an der Kunstakademie Wien schickte von Zumbusch seine Studenten zum praktischen Studium nach Wiedenbrück zu Goldkuhle. Als Zeichen der Verbundenheit und des Danks schenkte von Zumbusch der Stadt Rheda-Wiedenbrück 1908 eine Miniatur der Fürst von Kaunitz-Statue. Das Original aus Bronze ist Teil des Maria-Theresien-Denkmals in Wien.

„Ich freue mich, dass die Figur nun einen angemessenen Platz im Wiedenbrücker Schule-Museum gefunden hat“, erklärt Klaus Stephan, städtischer Denkmalpfleger und bisheriger „Hüter“ der Gipsfigur. Christiane Hoffmann, Leiterin des Museums, ergänzt: „Mit der Statue schlagen wir den Bogen zu den europäischen bzw. internationalen Netzwerken der Wiedenbrücker Schule.“

Hintergrund

Mit dem Maria-Theresien-Denkmal sollte das größte freistehende Denkmal der Welt geschaffen werden und zur Verherrlichung Österreichs dienen. 1874 wurde Caspar Zumbusch (den Adelstitel erhielt er nach Fertigstellung des Denkmals) aufgefordert, einen Entwurf zum Maria-Theresien-Denkmal zu gestalten. Neben der Monarchin sollten auch ihre Minister, Heerführer und Gelehrten Platz finden. Nach 13-jähriger Bauzeit wurde das Denkmal am 13. Mai 1888 (zum Geburtstag der Kaiserin) eingeweiht. Das Monument ist 19 Meter hoch, die Figur der Kaiserin rund 6 Meter. Insgesamt wiegt es – inklusive der 29 freistehenden und Relieffiguren – 44 Tonnen. Das Denkmal steht auf dem Maria-Theresien-Platz an der Wiener Ringstraße.

Interessierte können sich die Statue während der Öffnungszeiten im Wiedenbrücker Schule-Museum ansehen:

Mittwochs  – 15 bis 18 Uhr

Donnerstags, Samstags und Sonntags  – 15 bis 17 Uhr

Das Museum hat auch an Fronleichnam, 31. Mai, geöffnet.

Die neue Sonderausstellung „Möbelfabrik Bernhard Pflug GmbH Wiedenbrück – Gestern und Heute“  präsentiert aus dem Originalbestand der Firma und dem Familienbesitz Fotos, Pläne, Gemälde und Unterlagen die die Entwicklung der Firma von Anfang 1920 bis zur Auflösung der Firma 1973 zeigen.

Auch die zeitgenössische Entwicklung mit dem Abriss der ehemaligen Fabrikhallen und dem Wohnhaus der Unternehmerfamilie und dem zukünftigen neuen Wohngebiet wird in der Ausstellung präsentiert.
Mit dem Tod des Enkels des Firmengründers Bernhard Schrobenhauser 2015, wurde das ehemalige Fabrikgelände und das Wohnhaus verkauft, neu überplant und seit Ende 2017 durch Abriss nachhaltig verändert.

Die Firma Möbelfabrik Bernhard Pflug GmbH Wiedenbrück wurde 1920 von Bernhard Pflug im Haus seiner Schwiegereltern an der Langen Straße 79 in Wiedenbrück gegründet. Die Schwiegereltern und vorangegangenen Generationen waren in dem Gebäude als Stellmacher und Wagenbauer tätig. Holzspezialisten waren durch die Wiedenbrücker Schule, die in diesen Jahren ihren Niedergang erlebte vorhanden.
Bereits 1924 kaufte Bernhard Pflug ein großes Gelände jenseits des damaligen Stadtkerns. Ein Gebiet an der Hellingrottstraße, das zu dem Zeitpunkt wenig bebaut war, wurde mit Reserveflächen von dem jungen Firmengründer und seiner Frau erworben. Das alte Haus an der Langen Straße wurde dafür verkauft.
1924 entstanden die ersten Fabrikgebäude und ein Wohnhaus für die Familie auf der anderen Straßenseite.
Die Firma Pflug fertigte Schlafzimmer. Bis 1939 wurde die Produktion kontinuierlich gesteigert. Nach dem Ende der Wirtschaftskrise und dem Aufleben der Wirtschaft, hatte Pflug Probleme bei der Holzbeschaffung. Er gründet daher in Unterwössen, Bayern ein Sägewerk mit eigenem Holzeinschlag. Daher bestand die Tätigkeit der Firma in Wiedenbrück in Möbelfabrikation und in Bayern als Holz und Sägewerk.
Von 1939-1945 wurde die zivile Produktion eingestellt. Die Firma Pflug wurde zum Rüstungsbetrieb. Es wurden Packkisten und Flugzeugkanzeln aus Holz produziert. Mit Kriegsbeginn wurden die Mitarbeiter eingezogen und bei der Firma Pflug wurde die Produktion mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern  weitergeführt.
Nach der Wiederzulassung des Betriebes wurden wieder Schlafzimmermöbel produziert. Die Firma prosperierte in den frühen 50er Jahren und der Betrieb wurde erweitert. Messeauftritte auf der Kölner Möbelmesse war Bernhard Pflug vertreten.
Auch die Nachbarschaft an der Heilingrottstraße wurde mehr und mehr bebaut, wie Luftaufnahmen zeigen. Die Tochter von Bernhard Pflug, Maria heiratete Matthias Schrobenhauser. Matthias Schrobenhauser wurde Geschäftsführer der Firma seines Schwiegervaters. Bis 1963 wuchs die Firma „Bernhard Pflug Möbelfabrik GmbH Wiedenbrück“ kontinuierlich und hat nach eigenen Angaben 5,5 Millionen Mark in die Firma investiert.
Bis 1973 wurden die Geschäfte geführt und dann die Firma aufgelöst.
Der Firmengründer Bernhard Pflug verstarb 1975. Der Schwiegersohn Matthias Schrobenhauser (geborgen 1.2.1920) verstarb 1986 mit 66 Jahren und seine Frau Maria (geboren 1926) verstarb 1998 mit 72 Jahren beide in Wiedenbrück. Der gemeinsame Sohn Bernhard (1953-2015) lebte bis zu seinem Tod 2015 in dem Wohnhaus in der Hellingrottstraße 40.

Die Ausstellung ist möglich geworden durch den Ankauf von Gemälden und Kunstwerken aus dem Familienbesitz Pflug / Schrobenhauser und Überlassung von Leihgaben von Georg Effertz an den Heimatverein Wiedenbrück. Die Heimatfreunde Dr. Dieter Heimann und Ulla Grünewald konnten noch weitere Betriebsunterlagen und Erinnerungsstücke retten und ebenfalls an den Heimatverein weitergeben. Darüber hinaus erlaubte die Tageszeitung „Die Glocke“ die Verwendung der gezeigten Zeitungsseite vom 20. Januar 2018, Redakteur Lars Nienaber. Der gezeigte Rahmenplan der zukünftigen Bebauung des Geländes Pflug wurde im März 2018 von der Stadt Rheda-Wiedenbrück genehmigt. Der Plan wurde von der Bürogemeinschaft Stadtplanung und Kommunalberatung, Tischmann Schrooten, Stadtplaner, Architektin PartGmbB, Berliner Straße 38, 33378 Rheda-Wiedenbrück aufgestellt und von den Eigentümern in der Verwendung genehmigt.

Herzlichen Dank an Alle die das Zustandekommen der Ausstellung möglich gemacht haben. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Museums zu sehen.

Katja Goldau, Stadt Rheda-Wiedenbrück
Roger Loh, Büro Tischmann-Schrooten
Dr. Dieter Heimann,
Ulla Grünewald,
Georg Effertz
Lars Nienaber
Torsten Nienaber
Manfred Schumacher
Maria Wibbe
Klaus Wibbe

Das Gemälde in der Ausstellung das das Möbelwerk in Wiedenbrück zeigt wurde von der einzigen Frau der Wiedenbrücker Schule, Ima Rochelle-Hartmann (1930-2013)gemalt.

Mit vielen Gästen und einem sichtlich gerührten Künstler ist die neue Ausstellung Otmar Alt – Die Idee des Zauberers im Wiedenbrücker Schule Museum gestartet.

Bild: Otmar Alt in seiner Ausstellung

Die Ausstellung die über 30 Arbeiten des Künstlers aus dem Bereich Malerei und Grafik zeigt, hat wieder neuen Schwung in den Sonderausstellungsraum des Museums und die Fassade gebracht. Mehr Farbe wagen, so könnte man die phantasievollen Exponate auch betiteln.

Ein umfassendes Besuchsprogramm für Kindergärten und Schulen steht bereit und kann mit den Museumspädagogen vor Ort – als außerschulischer Lernort –  genutz werden.

Gezieltes Sehen lernen oder Bildvergleiche gehören zu den Angeboten. Auch Ausmalbögen oder  ein Geschichten-Schreib-Angebot gehören ebenfalls daszu. Informationen und Buchungen der Programme unter 0170 /55 200 90, Christiane Hoffmann.

Auch Eltern oder Großeltern mit Kindern sind herzlich in den normalen Öffnungszeiten willkommen.

Wer lieber die Abendstunden für einen Besuch nutzen will, der sollte sich zwei Termine im April 2018 bereits heute notieren:

Am Mittwoch, den 11.4.2018 startet um 18 Uhr die öffentliche Führung zum Thema Otmar Alt – Die Idee des Zauberers. Die Museumsleitung und Kuratorin der Ausstellung Christiane Hoffmann wird die Ausstellung und die Auswahl der gezeigten Arbeiten vorstellen.

Am Mittwoch, den 25. April 2018 geht es um Otmar Alt im Zusammenhang in der Kunstgeschichte und die ausgestellten Arbeiten der Wiedenbrücker Schule werden ebenfalls besucht und vorgestellt.

Zu beiden Terminen ist keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten.

Ab dem 11. März 2018 begrüßt das Wiedenbrücker Schule Museum eine neue Sonderausstellung im Haus. Unter dem Titel „Otmar Alt – Die Idee des Zauberers“ werden Malerei und Grafik gezeigt.

Otmar Alt ist einer der vielseitigsten Künstler der Gegenwart, der durch seine unverwechselbare Handschrift seit Jahren erfolgreich in vielen Sparten der Kunst tätig ist. Die authentische Kunst Otmar Alts zeigt farbintensive, zergliederte Figuren, Formen und Flächen. Er arbeitet bei den präsentierten Werken mit ausgewählten Zitaten und macht so die Kunst zu einem Entdeckungsrätsel und Augenschmaus. Kunst und Vergnügen beim Betrachten.

In dieser Ausstellung werden Werke präsentiert, die eine kunsthistorischen Geschichte präsentieren. Otmar Alt nahm Themen berühmter Werke der vergangenen Kunst auf und interpretierte die Themen in seiner unnachahmlichen Art neu. Dadurch entsteht eine virtouse Bild- und Gedankenreise für den Betrachter. Je nach Lust und Kenntnis können die „Zitate“ dechiffriert werden und nachverfolgt werden. Aber auch zu einem aufmerksamem und unterhaltsamem Schauen lädt die Ausstellung ein.
Alt, bekannt für seinen erzählerischen Stil, hat in seiner „Farbteile-Technik“ so die ganze Kunstgeschichte bereist.
Wie ein Zauberer macht er Dinge sichtbar oder lässt sie verschwinden, legt Fährten und öffnet ganze Bildräume.
Ein Betrachtervergnügen der besonderen Art. Frech und lustig, farbintensiv und mit ganz viel guter Laune ist der Künstler scheinbar mühelos unterwegs.
Der Inspiration und der eigenen künstlerischen Handschrift lässt er freien Lauf, auch wenn er sich mit Respekt und Ehrfurcht an die Klassiker der Kunst wagt.
So bekommen die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung einen kurzweiligen Überblick über die Klassische Moderne a la Otmar Alt.

Diese Arbeitsweise, Kunstwerke der Vergangenheit und Ikonen der Kunstgeschichte als Zitatenschatz für eigene Werke zu nutzen, ist ein Vorgehen, das im Wiedenbrücker Schule Museum nicht unbekannt ist. Bereits in der Kunst des 19. Jahrhunderts war das Schauen auf die Vorbilder, Zitateverwendung und neue zeitgenössische, künstlerische Umsetzung bekannt. Daher steht die Ausstellung „Otmar Alt – Die Idee des Zauberers“ in dieser Tradition und zeigt eine moderne und lustvolle Variante dieses Spiels der künstlerischen Mittel und Ausdrucksformen.

Die Ausstellung stellt eine Entdeckungsreise in den Kunstkosmos von Otmar Alt und der klassischen Moderne dar, die für Jung und Alt verzaubern kann.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 11. März um 15 Uhr in Beisein des Künstlers eröffnet.

Wiedenbrücker Schule Museum
11. März 2018 – 27. Mai 2018
Vernissage Sonntag, 11. März 2018 um 15 Uhr
Öffnungszeiten: Mittwochs von 15-18 Uhr, Donnerstags, Samstags und Sonntags von 15 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung.

Gruppenführungen für Kinder ab 5 Jahren und Erwachsene nach Vereinbarung möglich.
Kosten pro Gruppenführung 40 € Führung zzgl. Eintritt p. Person
(Schulklassen und Kitas der Stadt Rheda-Wiedenbrück frei).

 

Für alle die es noch nicht in das Wiedenbrücker Schule Museum geschafft haben, oder sich überlegen ob sie nicht mal hingehen sollten können wir jetzt ein Video zur Vorabinformation anbieten. Oder auch zum Wiederanschauen, oder zum einfach geniesen bieten.

Unter dem Link kann auf unserer Facebookseite das Video eines jungen Besuchers angesehen werden.

Herzlichen Dank an Jasper Fyfe für diese Eindrücke. Wir freuen uns sehr.

Viel Spaß beim Zusehen wünscht das Museumsteam!

„Was lange währt währt endlich gut“– Nachdem Sturm Frederike den ersten Termin unmöglich machte ist es jetzt so weit, dass der angekündigte Vortrag zu dem Ablassbrief von Martin Luther stattfinden wird.

 

Es referiert wie angekündigt, Dr. Vera Lüpkes, die bekannte Historikerin und Direktorin des Weserrenaissance Museums Schloss Brake zu ihrem Fund einer Kopie eines Ablassbriefes von 1508 in der Nationalbibliothek von Madrid.

Zum Inhalt: In dem Ablassbrief wird auch Martin Luther als Empfänger genannt.

Martin Luther ist als entschiedenster Gegner des Ablasshandels in die Geschichte eingegangen. Dass er aber selber am 18. April 1508 – neun Jahre vor seinem berühmten Thesenanschlag – einen Ablassbrief erwarb, ist dabei in Vergessenheit geraten. Luthers Ablassbrief ist in einer Abschrift von 1631 erhalten. Sie liegt heute zusammen mit anderen kirchenhistorisch bedeutenden Schriften in Buchform gebunden in der Nationalbibliothek Madrid.

Wie es zu dem Ablassbrief kam, was dahinter steht und warum Vera Lüpkes diese Abschrift finden konnte, referiert die bekannte Historikerin im Rahmen der Ausstellung „Luthers Leben in Playmobil“.

Der Vortrag ist daher der letzte der Reihe von Vortägen zur Reformation und beschließt die Reihe.

 

Auch dieses Mal ist der Eintritt frei, es wird um eine Spende für die Arbeit des Museums gebeten.

Dauer ca. je 1 Stunde

 

Am Mittwoch, den 7.2.2018 um 19 Uhr findet eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Luthers Leben in Playmobil“ statt.

Museumsleiterin Christiane Hoffmann wird die Ausstellung vorstellen, Hintergründe zur Entstehung der Ausstellung schildern und viel zum Inhalt und zum Aussehen der Ausstellung erzählen.

Wer die Ausstellung noch nicht besucht hat, sollte sich sputen, denn trotz Verlängerung ist die Ausstellung nur noch bis zum 11.2.2018 in Wiedenbrück zu sehen.

Kosten der Führung: Museumseintritt für Familien mit Kindern max 5 € sonst der normale Museumseintritt.

Für die Führung wird um eine Spende gebeten.

       

Am Donnerstag, den 1. Februar wird Sigrid Theen, die Vorsitzende des Historischen Arbeitskreises des Heimatvereins Wiedenbrück-Reckenberg e.V. eine Vortrag zur Reformation in Wiedenbrück halten.

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende für die Arbeit des Museums gebeten.

Der Vortrag ist der zweite der Reihe zum Thema Reformation im Rahmen der Sonderausstellung „Luthers Leben in Playmobil„.

Der dritte und letzte der Reihe findet am kommenden Donnerstag, den 8.2.2018 um 19 Uhr statt und wird von Dr. Vera Lüpkes, Direktorin des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake, Lemgo gehalten.

Dabei geht es um den Ablassbrief von Martin Luther.

Auch hier ist der Eintritt frei und es wird um eine Spende gebeten.

Das ist ein toller Beitrag, den uns ein Wiedenbrücker Bürger ins Museum brachte.

In der bekannten Fernsehsendung des Bayrischen Rundfunks „Kunst und Krempel“ wurde am 15.1 und in der Wiederholung vom 17.1. von Minute 1 bis Minute 7,02 über eine Kredenz oder „Schenkschieve“ ein Stollenanrichtenschrank gesprochen, den zwei Damen aus dem Bergischen Land präsentiert hatten.

Dabei handelte es sich um Teile eines noch komplett erhaltenen Esszimmers mit Tisch und Stühlen im Stile der Neorenaissance.

Bei der Präsentation wurden auch noch die Original erhaltenen Zeichnungen der Möbel und die Originalrechnung von 1928 gezeigt.

Die Möbel stammen alle von der bekannten Wiedenbrücker Werkstatt Becker-Brockhinke, die auch ihren typischen Briefbogen für die Rechnung nutzte.

Hochspannend das diese ganze Vorgang noch dokumentiert werden kann.

Das die Möbel aus der Werkstatt Becker-Brockhinke stammt, ist dadurch zweifelsfrei belegt.

Das die hohe künstlerische und handwerkliche Qualität der arbeitsteiligen Manufakturherstellung in Wiedenbrück wenig bis gar keinem Maschineneinsatz zuließ ist bekannt, daher kann hier noch nicht von Industrieproduktion gesprochen werden. Auch wenn die Entstehungszeit 1928 so etwas schon möglich machte.

Schön sind die Stücke, interessant die inhaltliche Wertschätzung, die die beiden Experten geben. „Eines der Zentren der Norddeutschen Möbelindustrie mit 400 bis 500 Arbeitern … und Möbelindustrie bis heute“

Interessant auch, dass 1928 die Summe von 2.000 Mark für den Kauf fällig wurden. Eine hohe Summe für ein staatliches Enterieur.

Heute, so die Experten beläuft sich der Wert in Euro auf eine ähnlich oder sogar niedrigere Summe.

Das resultiert natürlich in der geringen Nachfrage nach diesen toll gearbeiteten, aber wuchtigen Möbeln der Zeit.

Die Schätzung, das ein heutiger Auftrag diese Möbel zu bauen, vermutlich keinen Experten mehr finden würde, der dazu in der Lage sein und man bestimmt 20.000 Euro neu bezahlen müsste, zeigen die Missverhältnisse in der  Preisfindung.

Aber der Beitrag ist sehr sehenswert. Hier der Link zur Sendung

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