Am Samstag, den 17. November 2018 konnte das Museum seinen 10ten Geburtstag feiern. 70 geladene Gäste an der Spitze der Landtagspräsident Andre Kuper, Bürgermeister Theo Mettenborg und der Bürgerstiftungsvorstand Bernd Jostkleigrewe  kamen ins Haus.

Arnold Bergmann als Vertreter der Stiftung Ausstellung- und Begegnungsstätte Wiedenbrücker Schule und Vorstand des Museums führte durch den Tag.

Das bekannte Vokalensemble ColVoc umrahmte den Festakt. Wie übrigens schon vor 10 Jahren.

Der Landtagspräsident Andre Kuper überbrachte die Grüße der Landesregierung und führte aus, welchen großen Stellenwert regionale Museen für die kulturelle Identität des Landes haben.

Auch das überregionale Thema „Wiedenbrücker Schule“ das seines gleichen sucht, zeigt wie spannend und interessant Wirtschaftsgeschichte  erzählt werden kann. Das Museum würde dieses vorbildlich tun. Wie wichtig die Kulturarbeit auch der Landesregierung ist, wurde durch die Skizzierung der ausgebauten Förderung die Herr Kuper umriss deutlich. Das Kunst kein Luxus ist, sondern wichtig für den Kitt der Gesellschaft rundete den Gedankengang ab.

Bürgermeister Theo Mettenborg, der auch Stiftungsratsvorsitzender und daher „Chef“ des Museums ist, überbrachte ein klares Bekenntnis der Stadt zu seinem Museum und freute sich das die professionalisierte Weichenstellung bereits nach einem Jahr Früchte trägt. Die Besucherzahlen hätten sich schon mehr als verdoppelt und die Stifter hätten wiederholt durch Unterstützung die aktuelle Arbeit gefördert.

Abschließend führte der Bürgermeister a.D. Bernd Jostkleigrewe zurück in die Geschichte des Museums zurück. Wie es zur Gründung und Einrichtung des Hauses kam. Und das es schön ist diese Idee jetzt schon 10 Jahre wachsen und gedeihen zu sehen. Die von ihm namentlich genannten Stifter die zum Teil anwesend waren wurden für ihr großzügiges mit einem lebendigen, attraktiven und innovativen Museum belohnt.

Ein großes Dankeschön galt auch den Leihgebern, die ebenfallls in großer Zahl anwesend waren und allen ehrenamtlich tätigen Aufsichten die den Schließdienst seit 10 Jahren sicherstellen.

Das bekannte Vokalensemble ColVoc in der Besetzung: Stefan Derguti, Friedemann Engelbert, Hans-Hermann Jansen, Volker Schrewe, Eckhard Thiel, Jürgen Wüstefeld die bereits vor 10 Jahren bei der Eröffnung aufgetreten waren, wußten mit einem ansprochsvollen Programm zu begeistern. Von Gregorianik bis zu französischen Lieder wurde eine interessante Mischung geboten.

Nach den Ansprachen und dem Gesang bestand noch Gelegenheit zum Austausch oder wer wollte, wurde noch durch das Haus geführt.

Alle trugen sich ins Gästebuch ein, so dass das Museum mit vielen guten Wünschen und Rückenwind in die nächsten 10 Jahre starten konnte.

Alle Fotos: Museum Torsten Nienaber

Keiner der Künstler der Wiedenbrücker Schule hat es bis in den Orient geschafft. Keiner? Nein einer war dort, genauer 3 Jahre reiste Heinrich Hartmann von 1893 bis 1895 durch Ägypten, kam nach Jerusalem und sogar Konstantinopel hat er mit eigenen Augen gesehen.

Diese Entdeckungen in der Künstlerbiografie und noch vieles mehr haben die beiden Autoren Brigitte und Rof Jürgen Spieker aus Dortmund herausgefunden. In einjähriger Kleinstarbeit, der 10 Jahre Forschung ebenfalls vorausgingen liegen dem Buch „Glaubens-bekenntnis in prachtvollen Plastiken. Der Wiedenbrücker Bildhauer Heinrich Hartmann (1868-1937)“

zugrunde, dass jetzt im Stadt- und Kunstmuseum Wiedenbrücker Schule öffentlich vorgestellt wurde.

Der Band der zu einem Standardwerk der Forschung des Historismus avanchieren wird, umfasst auf 88 Seiten, fast 180 farbige Abbildungen von Arbeiten Hartmanns. Auch Familienbilder, Atelierfotos und unbekannte Werke sind abgebildet. Nur ein kleiner Teil Hartmanns ist heute noch in Rheda-Wiedenbrück zu sehen. In Wiedenbrück an der Klostermauer und in Rheda in der Pfarrkirche St. Clemens. Um so eindrucksvoller sind die Funde bis nach Polen und Ägypten die Spiekers zusammentragen konnten.

Das Buch ist jetzt im gutsortierten Buchhandel, in der Buchhandlung Rulf in Wiedenbrück und im Museum erhältlich. Das Buch kostet 14,90 €.

Brigitte Spieker; Fotos, Satz, Gestaltung: Rolf-Jürgen Spieker

Glaubensbekenntnis in prachtvollen Plastiken. Der Wiedenbrücker Bildhauer Heinrich Hartmann (1868-1937), Gelsenkirchen 2018

ISBN: 978-3-942395-10-6

Hardcover, DIN-A-4-Format, Umfang 88 S., fast 180 farbige Abbildungen, Preis 14,90 €

Mit zwei riesigen neuen Spielteppichen wird das museumspädagogische Angebot des Wiedenbrücker Schule Museums weiter gestärkt. Aus der erfolgreichen Kooperation mit der Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück erwuchs jetzt die Realisierung eines Museumstraumes, wie die Museumsleiterin Christiane Hoffmann auf der Pressekonferenz gestand. Bereits Manfred Schumacher hatte die Idee, aber durch Unterstützung der Bürgerstiftung und der Firma Infloor konnte diese Idee jetzt Wirklichkeit werden.

v.l.n.r: Christiane Hoffmann, Museumsleitung, Bernd Jostkleigrewe, Bürgerstiftung , Ulrich Dresing, Infloor, Stefanie Ritterbach, Infloor, Arnold Bergmann, Museum

Die Teppiche wurden auf der weltweit einmaligen Teppichdruckmaschine der Firma Infloor in Herzebrock-Clarholz erstellt. Die Druckvorlagen sind zwei historische Karten von Rheda und Wiedenbrück. Auf ihnen ist in unterschiedlicher Qualität die jeweilige Innenstadt zu sehen. Die Teppiche werden bei Schulklassenführungen eingesetzt bei denen es um die Themen “ Unsere Heimatstadt“ und die Geschichte der Städte Rheda und Wiedenbrück geht.

Die Vorlagen stammen einmal aus dem Stadtarchiv und einmal aus der Staatsbibliothek Berlin. Auch hier war unsere Idee noch nicht vorgekommen, berichtet Christiane Hoffmann von den Vorarbeiten.

Die Sponsoren Ulrich Dresing und seine Tochter Stefanie Ritterbach von Infloor bestätigten, dass sie von solch einer Idee auch noch nie gehört hatten. Und seit März 2018 ist das Bedrucken von Teppichen bei Infloor überhaupt erst möglich. Also wirklich fast Prototypen, wie beide unterstrichen. Bernd Jostkleigrewe von der Bürgerstiftung nahm die Museumsidee auf und stellte den Kontakt her, da er von der Qualität der museumspädagogischen Vermittlung und dem Wert den die Teppiche zusätzlich erbringen ebenfalls überzeugt ist. Ein herzliches Dankeschön vom Museumsteam vertreten von Arnold Bergmann wurde allen Beteiligten bei der Übergabe der Teppich ebenfalls überbracht.

Die Teppiche sind ab sofort im Einsatz. Das Programm „Jedem Kind sein Museumsbesuch“ wird damit zusätzlich gestärkt, darin waren sich alle Beteiligten einig. Informationen unter 0170 55 200 90 oder unter der Rufnummer des Museums während der Öffnungszeiten.

Am Sonntag, den 21.Oktober 2018 ab 15 Uhr findet die nächste öffentliche Führung in der aktuellen Sonderausstellung „Vom Kirchenschiff zur Lärmschutzwand“ statt.

Die Sonderausstellung „Vom Kirchenschiff zur Lärmschutzwand“ beschäftigt sich mit einem umfassenden Wirtschaftsthema: Der Baukultur rund um die Wiedenbrücker Schule. Auf 25 Schautafeln wird die Baugeschichte beginnden mit der Firma Eustermann bis zur EuDur GmbH heute präsentiert.

Bis zum 24. November 2018 werden historische und zeitaktuelle Fotos gezeigt, die Gebäude in Rheda-Wiedenbrück präsentierten.

Dazu kommt eine Sonderschau mit Luftaufnahmen des Fotopioniers Hans Zeidler im Raum 5 im Obergeschoss des Museums.

Die Laufzeit beider Ausstellungen ist bis zum 24.11.2018. Geöffnet Mittwochs von 15 bis 18 Uhr, Donnerstags, Samstags und Sonntags von 15-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Die öffentliche Führung startet um 15 Uhr und dauert 1 Stunde. Die Führung wird von der  Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kosten für den Museumseintritt,  für die Teilnahme an der Führung wird um Spenden für die Museumsarbeit gebeten. Treffpunkt an der Museumskasse.

 Nach der öffentlichen Veranstaltung im Stadt- und Kunstmuseum Wiedenbrücker Schule 2017 informiert nun eine Präsentationsstele im Historischen Rathaus über den Maler Hans Schmitz-Wiedenbrück. In der direkten Nähe zu den beiden Zeichnungen von Hans Schmitz-Wiedenbrück im Historischen Rathaus, kann sich jetzt jeder Besucher und Interessierte über den Künstler Hans Schmitz-Wiedenbrück informieren.

 

Die Präsentation gibt einen Überblick über sein Werk und ermöglicht eine kritische Würdigung des Malers und seiner Bilder. „Ich hoffe, dass viele Bürger die Möglichkeit zur Information nutzen,“ wünscht sich Bürgermeister Theo Mettenborg bei der Inbetriebnahme der Stele zusammen mit Paul F. Jesse, Silvia Schoo-Jesse und Willi Repke.

 

Bild vlnr: Foto Martin Pollklas:

Willi Repke junior, Bürgermeister Theo Mettenborg, Silvia Schoo-Jesse und Paul F. Jesse sind zufrieden, dass die neue Infostele im Historischen Rathaus umfassend über Schmitz Wirken informiert.

Die Stele findet sich im Foyer des Historischen Rathauses neben den drei Gemälden vom Grevener Markt, die Schmitz in den 30er-Jahren gemalt hatte. An der Ausstellung dieser Gemälde im öffentlichen Raum hatte sich in den letzten Jahren eine intensive Diskussion über Hans Schmitz entzündet. Denn der heimische Maler, der jahrzehntelang bäuerliche und kirchliche Motive gemalt hatte, ist auch Schöpfer von berühmten NS-Propaganda-Bildern. Sein Bild „Arbeiter, Bauern, Soldaten“ hatte Hitler gekauft. Goebbels und weitere NS-Größen schätzten Schmitz‘ Werke ebenfalls. Paul F. Jesse hatte daher gefordert, dass die Bilder aus dem öffentlichen Raum entfernt werden. Diese Forderung und die Arbeit Schmitz war im vergangenen November in einer lebhaften Diskussion im „Wiedenbrücker Schule Museum“ umfassend diskutiert worden. Ergebnis der Diskussion war der Wunsch, die umstrittenen Bilder weiter öffentlich zu zeigen, aber auch umfassend über Schmitz und die Kunst im Nationalsozialismus zu informieren. Grundlage der damaligen Diskussion und der heutigen Präsentation ist eine Darstellung von Dr. Christian Fuhrmeister, Kunsthistoriker an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Fachmann für die Kunst im „Dritten Reich“, über Schmitz und die NS-Kunst. Verschiedene Werke des Malers finden sich in der Darstellung ebenso, wie eine Zusammenfassung der Podiumsdiskussion sowie ein umfassender Pressespiegel von den 1930er-Jahren bis heute.

Das Ehepaar Jesse regt an, dass auch Schulen und Jugendliche die Präsentation nutzen und sich mit einem wichtigen Abschnitt der Stadtgeschichte auseinandersetzen. Willi Repke junior, Nachfahre von Schmitz‘ Lehrmeister Heinrich Repke ist erfreut, dass Schmitz Werk umfassend präsentiert wird und auch an diesem öffentlichen Ort die Auseinandersetzung gefördert wird.

Die Infosäule ist täglich während der üblichen Öffnungszeiten des Historischen Rathauses (montags bis freitags 8 bis 12 Uhr und donnerstags zusätzlich von 14 bis 18 Uhr.) zugänglich.

 

Im Rahmen der großen Sonderausstellung „Vom Kirchenschiff zur Lärmschutzwand“ ist im Raum 5 im Obergeschoss eine kleine aber sehr feine Spezialausstellung zusätzlich zu sehen.

Der Fotograf Hans Zeidler (1924-2015) hatte die exklusive Lizenz zur Erstellung von Luftaufnahmen in der Wiedenbrück. Immer wieder flog der begeisterte Profifotograf daher über die Stadt und machte tausende von Aufnahmen.

In einer kleinen Auswahl von 8 Aufnahmen die Wiedenbrück in den 50er und 60er Jahren zeigen, sind Bauvorhaben der Firma Eustermann aus der Luft zu sehen.

Immer wieder spannend auf den Fotografien die jeweilige Situation der Straßen und Gebäude.

Vieles was Hans Zeidler fest hielt, ist heute so nicht mehr vorhanden oder ganz verändert worden.

Hoch spannend und genau das richtige für Wiedenbrück-Kennerinnen  und Kennern und die die es werden wollen.

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die großzügige Öffnung des Archives von Hans Zeidler durch seien Sohn Maik, der das  Fotostudio Zeidler in Rheda-Wiedenbrück betreibt. Auch Nachbestellungen von Aufnahmen sind dort möglich.

Die Präsentation ist noch wie die gesamte Ausstellung bis zum 24.11.2018 innerhalb der Öffnungszeiten des Museums zu sehen.

Die aktuelle Sonderausstellung „Vom Kirchenschiff zur Lärmschutzwand – 230 Jahre Baugeschichte“ ist noch bis zum 24.11.2018 zu sehen.

 

Die Eröffnung fand am 27.9.2018 im Museum statt. Der stellvertretende Bürgermeister Norbert Flaskamp berichtet von seinen Erfahrungen mit Baustellen von Eustermann und war als Junge viel auf der Baustelle der St. Pius Kirche, die in der Ausstellung präsentiert wird.

 

 

 

 

 

Museumsleiterin Christiane Hoffmann beschrieb die Idee der Ausstellung als aktives Netzwerk der Wiedenbrücker Schule die in unterschiedlichsten Gewerken bis heute in die Stadt und darüber hinaus wirkt.

 

 

 

 

 

 

Die zeitaktuell Beteiligten und Leihgeber der Ausstellung stellten sich noch zum Pressefoto:

 

v.l.n.r. Christiane Hoffmann, Museumsleitung, Christian Grochtmann Geschäftsführer EuDur GmbH, Judith Rottkemper Geschäftsführerin EuDur GmbH, Xaver Rottkemper, Michael Rottkemper, EuDur GmbH, Josuha Grochtmann, Jürgen Peterbus, Peterburs Autokrane

 

 

 

 

 

 

Auf 25 Schautaufeln werden bekannte Gebäude beginnend im 19. Jahrhundert bis heute gezeigt. Start ist mit der Baufirma Eustermann, die seit 1788 maßgeblicher Architekturbegleiter der Künstler der Wiedenbrücker Schule war. Aber vieles andere stammte von Eustermann. Diese interessante Facette der Stadtgeschichte wird anhand von zeitgenössischer Fotografie vorgestellt.

Aber nicht nur Geschichte, sondern auch die Gegenwart wird präsentiert. Indem aus dem Stamm der Firma Eustermann, die schon 1957 die Marke EuDur schuf, seit 1988 die EuDur GmbH wurde, die bis heute für Lärmschutz und Betonfertigteile sorgt. Hoch spannend und sehr informativ.

Dazu gesellt sich ein sehr spezieller Blick auf die alte Stadt Wiedenbrück. Luftaufnahmen von den 50er Jahren bis in die 80er Jahre zur Verfügung gestellt vom Fotostudio Zeidler runden die Ausstellung in einer Extrapräsentation in Raum 5 im Obergeschoss des Museums ab.

Wer gerne genau hinsehen will, kann sich gegen ein Pfand kostenlos eine Lupe ausleihen und genau schauen. Das Pfand wird gegen die Lupe am Ende des Ausstellungsbesuches wieder getauscht.

Die Öffnungzeiten der Ausstellungen sind Mittwochs 15-18 Uhr, Donnerstags, Samstags und Sonntags 15 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung.

Die neue Sonderausstellung „Vom Kirchenschiff zur Lärmschutzwand“ wird am Donnerstag, den 27.09.2018 um 19 Uhr im Stadt- und Kunstmuseum Wiedenbrücker Schule eröffnet.

Die Künstler und Werkstätten der Wiedenbrücker Schule richteten seit 1854 Kirchen ein. Dafür war die Zusammenarbeit mit Baufirmen eine wichtige Basis – da traf es sich gut, dass eines der wichtigen Kirchen-Bauunternehmen in Westfalen ebenfalls aus Wiedenbrück kam.

Die Ausstellung zeigt dessen Geschichte, die bereits weit vor der Wiedenbrücker Schule begann, an vielen Stellen in der Stadt Rheda-Wiedenbrück und deren Umgebung sichtbar ist und bis heute in Betrieben mit oft bundesweiter Bekanntheit weitergeführt wird.

Wie alles begann

Gegründet wird die Baufirma Eustermann im Jahre 1788. 1847 erhält Eustermann den Auftrag zum planmäßigen Ab- und Wiederaufbau des St. Aegidius Kirchturmes in Wiedenbrück. Damit beginnt die Kirchenbau-Tätigkeit von Eustermann.

Über 30 Kirchen wurden von Eustermann meist in Westfalen errichtet. Oft wurden diese mit Kunst und Kircheneinrichtungen der Wiedenbrücker Schule bestückt.

Das Bauunternehmen war im 20. Jahrhundert zunehmend im Bereich der Industrie- und Verwaltungsarchitektur erfolgreich tätig. Dazu wurden an mehreren Standorten Steine, Betonteile, Röhren usw. gefertigt. Ein Fuhrpark und eine Bauschreinerei rundeten die Unternehmung ab.

Seit 1958 wurden Betonteile für Großbauten unter dem Markennamen EuDur hergestellt und bekannt, einer Wortmarke aus dem Namen Eu(stermann)und Dur, dem lateinischen Wort für hart. Die EuDur Bau wurde 1977 gegründet.

Aus Eustermann wird 1988 EuDur GmbH und Peterburs Autokrane – Transporte expandiert

Sechs Generationen und genau 200 Jahre lang führen Eustermann-Familienmitglieder als Unternehmer den wachsenden Bau-Betrieb. Ab 1988 wird das Unternehmen Eustermann von der Eigentümerfamilie in neue Hände gelegt.

Die verschiedenen Bereiche und Betriebsstätten wurden an befreundete, bereits mit den Unternehmen verbundene Familien und eingeführte Kooperationspartner weitergegeben. So wurde das 1955 von Georg Peterburs gegründet Fuhrunternehmen, das bisher vielfältig mit Eustermann verbunden war Eigentümer von EuDur und erweiterte das Geschäft von Peterburs Autokrane – Transporte.

Die Ausstellung widmet sich der Nachfolgefirma EuDur GmbH und Peterburs Autokrane – Transporte und zeigt deren Weiterentwicklung zwischen 1988 und 2018. Dies in erster Linie, weil die Familie Peterburs beide Firmen bis heute führt. Die Darstellung des dritten Hauptzweiges ab 1988, des Betonwerkes Lintel, würde den Rahmen dieser Museumsausstellung sprengen.

230 Jahre Baugeschichte – vor Ort sichtbar

Mit der Gründung 1788 und dem Firmenübergang 1988 kann die EuDur GmbH auf eine 30jährige und durch die Kontinuität im Baugewerbe auf eine 230jährige Geschichte zurückblicken. Eine solch lange Kontinuität ist selten. Schon deshalb hat „Eustermann“ das Gesicht der Stadt Rheda-Wiedenbrück und vieler anderer Orte in Architektur und Kunst nachhaltig geprägt. Die Ausstellung zeigt anhand von ca. 50 Fotografien und Objekten diese Entwicklung.

Danksagung:

Diese Ausstellung des Museums Wiedenbrücker Schule wurde nur möglich durch die freundliche Förderung und die Öffnung des Firmenarchivs der Familien Peterburs und Rottkemper.

Herrn Josef Eustermann gebührt ebenfalls Dank für seine freundliche Unterstützung.

Wir bedanken uns bei allen, die mit Rat und Tat zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben

Ein neues, interessantes Projekt des Wiedenbrücker Schule Museum startet nach den Schulsommerferien. Alle 3. und 4. Klassen der Grundschulen der Stadt sind dann zu einem stadtgeschichtlichen Besuch in das Museum für Kunst- und Stadtgeschichte eingeladen, um den Kindern den Zugang zur Geschichte der Stadt an einem außerschulischen Lernort und an konkreten Gegenständen aus der Vergangenheit erfahrbar zu machen. Museumleiterin Christiane Hoffmann hat dazu ein spannendes, altersgerechtes Programm vorbereitet. Die Förderung von Bildung und Erziehung sind neben weiteren gesellschaftlichen Aufgaben auch ein Anliegen der Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück, so dass sie dieses Projekt finanziell unterstützt.

Bild: Bernd Jostkleigrewe, Vorstand Bürgerstiftung, Sebastian Rettig und Annette Reich Kuratorium Bürgerstiftung, Christiane Hoffmann Museumsleitung.


Ab dem neuen Schuljahr 2018/2019 können alle Grundschulen im Stadtgebiet dieses Angebot nutzen. Die Terminvereinbarung erfolgt direkt mit dem Museum

(0170 55 20090, info@wiedenbruecker-schule.de).

Der Besuch, in dem es schwerpunktmäßig um die Geschichte beider Stadtteile Rheda und Wiedenbrück geht und dabei auch um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die die Stadt ausmachen, soll bei einem ca. 1,5 stündigen Museumsbesuch Neugier wecken und erste Erkenntnisse bringen. Die Aufteilung in Lerngruppen, sowie Stadtteilmodelle und Arbeitsbögen dienen dem spielerischen Zugang.

Das Programm eignet sich sowohl als Auftakt für eine heimatgeschichtliche Lerneinheit als auch zur Abrundung einer entsprechenden Lernphase.

Bild: Plakat der Aktion, das allen Schulen Rheda-Wiedenbrücks zugeschickt wurde.

Die Kosten für das Programm, die je nach Anzahl der wahrnehmenden Schulklassen, bis zu 2000 € betragen können, werden von der Bürgerstiftung übernommen.

Mit der Teilnahme am Museumsbesuch ist zusätzlich die Einladung verbunden, im Nachgang zu dem Thema “Mein Lieblingsort in meiner Stadt“ ein kreatives Objekt, z.B. ein Bild, ein Plakat oder ein Modell zu realisieren. Die so geschaffenen Ergebnisse werden am Ende des Schuljahres in einer öffentlichen Ausstellung im Wiedenbrücker Schule Museum gezeigt. Eine von der Bürgerstiftung und der Museumsleitung berufene Jury wird die drei besten Arbeiten prämieren. Der erste Preis bietet 500 € als Deckungsbeitrag für eine geschichtsbezogene Tagesexkursion der Gewinnerklasse. Der zweite und dritte Preis beinhalten 150 €, bzw. 100€ für die Klassenkasse.

Am Tag des offenen Denkmals ist viel los in Rheda-Wiedenbrück. Zum 25ten Mal wird diese Aktion in Deutschland durchgeführt.

Plakat © Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Auch wenn wir sonst Öffnungszeiten anbieten, ist es eine Herzensanliegen auch für unser Museum dabei zu sein.

Das Museum hat von 15.00-17.00 Uhr geöffnet. Für alle Interessierten ist der Eintritt frei, es wird um Spenden gebeten.
Um 15.00 Uhr kann man an einer  kostenlose Führung durch das Haus teilnehmen.

Die Museumsleiterin Christiane Hoffmann wird das Haus mit seinen stadtgeschichtlichen und kunsthistorischen Schwerpunkten vorstellen. Zu neue Objekten spannendes Berichten und auch einen Ausblick auf die kommenden Ausstellungen geben.

Mitglieder des Heimatvereins stehen für Interessierte ebenfalls Rede und Antwort und können von den Aktivitäten des Vereins berichten.

Wer sich weiter informieren möchte, diese Institutionen und Häuser haben auch geöffnet.