Willkommen im Museum

Herzlich Willkommen im Stadt- und Kunstmuseum „Wiedenbrücker Schule“ in Rheda-Wiedenbrück. Wir sind ein modernes und innovatives Stadtmuseum mit zwei interessanten Ausstellungsschwerpunkten und einem attraktiven Sonderausstellungsprogramm.

Wir zeigen Facetten der Stadtgeschichte der ehemaligen Hansestadt Wiedenbrück und darüber hinaus auch Aspekte der erfolgreichen Wirtschafts- und Kunstgeschichte der Stadt in der Zeit zwischen 1854 und 1920. Diese Epoche trägt den Titel „Wiedenbrücker Schule“.

Diese Kunst- und Stadtgeschichte ist deutschlandweit einmalig, weil es sich der Epoche des Historismus und der Stadtgeschichte Rheda-Wiedenbrücks widmet.

Hier in der westfälischen Stadt Rheda-Wiedenbrück kann man schon seit dem ausgehenden Mittelalter Kunsthandwerk und erfolgreiche Wirtschaftstätigkeit nachweisen. Das bestätigen die vielen erhaltenen Fachwerkhäuser und die Exponate im Museum zur Geschichte des Handwerks und ihrer Gliederungen, hier in der Stadt „Ämter“ genannt.

Die erfolgreiche Wirtschaftsgeschichte, die mit der international agierenden „Wiedenbrücker Schule“ in der Kunst eine besondere Ausprägung erhalten hat, ist bemerkenswert. Die Wurzel der daraus erwachsenen Möbelindustrie am Ort wird so erlebbar. Darüber hinaus erwartet Sie ein abwechslungsreiches Sonderausstellungsprogramm.


Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern auf unseren Seiten und freuen uns auf Ihren Besuch im Stadt- und Kunstmuseum „Wiedenbrücker Schule“ in Rheda-Wiedenbrück!

Das Wiedenbrücker Schule-Museum ist um eine bedeutende Statue reicher – die Gipsfigur von Wenzel Anton Fürst von Kaunitz, dem wichtigsten Berater von Kaiserin Maria Theresia, ist vom Rathaus ins Museum umgezogen. Caspar Ritter von Zumbusch, der die Figur gestaltet hat, hatte persönliche Beziehungen nach Wiedenbrück.

Von Zumbuschs Mutter lebte im Alter bei einer Tante in Wiedenbrück. Darüber hinaus war er mit dem Maler Franz Georg Goldkuhle befreundet. Als Professor an der Kunstakademie Wien schickte von Zumbusch seine Studenten zum praktischen Studium nach Wiedenbrück zu Goldkuhle. Als Zeichen der Verbundenheit und des Danks schenkte von Zumbusch der Stadt Rheda-Wiedenbrück 1908 eine Miniatur der Fürst von Kaunitz-Statue. Das Original aus Bronze ist Teil des Maria-Theresien-Denkmals in Wien.

„Ich freue mich, dass die Figur nun einen angemessenen Platz im Wiedenbrücker Schule-Museum gefunden hat“, erklärt Klaus Stephan, städtischer Denkmalpfleger und bisheriger „Hüter“ der Gipsfigur. Christiane Hoffmann, Leiterin des Museums, ergänzt: „Mit der Statue schlagen wir den Bogen zu den europäischen bzw. internationalen Netzwerken der Wiedenbrücker Schule.“

Hintergrund

Mit dem Maria-Theresien-Denkmal sollte das größte freistehende Denkmal der Welt geschaffen werden und zur Verherrlichung Österreichs dienen. 1874 wurde Caspar Zumbusch (den Adelstitel erhielt er nach Fertigstellung des Denkmals) aufgefordert, einen Entwurf zum Maria-Theresien-Denkmal zu gestalten. Neben der Monarchin sollten auch ihre Minister, Heerführer und Gelehrten Platz finden. Nach 13-jähriger Bauzeit wurde das Denkmal am 13. Mai 1888 (zum Geburtstag der Kaiserin) eingeweiht. Das Monument ist 19 Meter hoch, die Figur der Kaiserin rund 6 Meter. Insgesamt wiegt es – inklusive der 29 freistehenden und Relieffiguren – 44 Tonnen. Das Denkmal steht auf dem Maria-Theresien-Platz an der Wiener Ringstraße.

Interessierte können sich die Statue während der Öffnungszeiten im Wiedenbrücker Schule-Museum ansehen:

Mittwochs  – 15 bis 18 Uhr

Donnerstags, Samstags und Sonntags  – 15 bis 17 Uhr

Das Museum hat auch an Fronleichnam, 31. Mai, geöffnet.